Alltagstipps für sparsames Leben

Sicherlich ist es eine Seite, einen Budgetplan zu erstellen und eine Strategie zur Tilgung deiner Schulden zu entwickeln. Die andere Seite besteht darin, dies in deinem täglichen Leben zu verwirklichen, was möglicherweise die größere Herausforderung darstellt.

Dafür wurde dieses Modul erstellt. Ich teile Strategien, die du leicht in deinem Leben umsetzen kannst.

Denke immer daran: Je mehr du deinen Alltag an deinen Prioritäten und Zielen ausrichtest, desto einfacher wird es für dich, deine finanzielle Situation zu verbessern. Jede Ausgabe, die du tätigst, wird achtsam und bewusst erfolgen.

Tipps, die dir helfen, dein Budget einzuhalten und unter deinen Möglichkeiten zu leben

  • Nutze kostenlose und öffentliche Dienste wie die öffentliche Bibliothek, um Dinge auszuleihen, die du brauchst, anstatt sie zu kaufen.
    • TIPP: Vergiss nicht, die Artikel rechtzeitig zurückzugeben, um Verspätungsgebühren zu vermeiden.
  • Warte regelmäßig dein Auto. Über Ölwechsel und Reifendruck auf dem Laufenden zu bleiben, kann Kraftstoff- und Reparaturkosten sparen.
  • Vergleiche Autoversicherungen. Vielleicht kannst du Geld sparen, indem du eine kostengünstigere Variante findest, die immer noch deinen Bedürfnissen entspricht.
    • TIPP: Wenn du deinen Selbstbehalt bei deiner Versicherung erhöhst, kannst du deinen Notgroschen aufstocken.
  • Achte beim Einkauf von Lebensmitteln auf den Einheitspreis. Manchmal sparen größere Mengen nicht wirklich Geld.
  • Nimm dir Mittagessen mit. Es ist fast immer billiger, dein Mittagessen mitzunehmen, als in einem Restaurant zu essen.
  • Plane einmal pro Woche einen „Kein-Ausgaben-Tag“ ein. Reserviere einen Abend in der Woche für kostenlosen Familienspaß!

Verwalte deinen Cashflow

Ein Budget ist entscheidend, um deine Finanzen in Ordnung zu bringen. Ohne ein Budget kannst du nicht erfolgreich mit dem Sparen beginnen. Ein Budget bist du, indem du deinem Geld sagst, was es tun soll.

Deine Sparziele, egal ob für einen Notgroschen oder etwas anderes sollten ein Teil deines Budgets sein. Sie sollten als separate Ausgabe in deinem Budget erscheinen, damit du weißt, dass du mit jedem Gehalt Geld für deine Ziele sparst.

  • Schritt 1: Woher kommt mein Geld? Der erste Ansatzpunkt ist, dir ein vollständiges Bild davon zu machen, woher dein Geld kommt.
  • Schritt 2: Wohin fließt mein Geld? Ebenso wichtig, aber der schwerste Teil ist die Protokollierung deiner Ausgaben, damit du ein realistisches Bild davon bekommst, wofür du dein Geld in einem durchschnittlichen Monat verwendest.
  • Schritt 3: Was sind alle meine Rechnungen und wann sind sie fällig? Wenn du am Ende des Monats knapp wirst, kann es sein, dass der Zeitpunkt für deine Rechnungen und dein Einkommen nicht zusammenpassen.
  • Schritt 4: Erstelle ein funktionierendes Budget. Sobald du alle deine Einnahmequellen identifiziert und begonnen hast, deine Ausgaben zu verfolgen und wann deine Rechnungen fällig sind, fasse alles zusammen, damit du ein funktionierendes und realistisches Budget hast.

Das Erstellen eines Budgets hilft dir herauszufinden, ob du genug Geld hast, um deine Ausgaben zu decken, und um gleichzeitig genug zu sparen, oder für etwas ausgeben kannst, das du dir oder deiner Familie wünschen könntest.

Achte darauf, dein Budget zu aktualisieren, wenn sich deine Beschäftigung oder deine Ausgabengewohnheiten ändern.

Spare automatisch.

Das Erreichen deiner Sparziele kann Zeit und Hingabe erfordern, aber regelmäßiges Sparen – auch kleine Beträge – ist der beste Weg, um dein Geld wachsen zu sehen. Eine der einfachsten und beständigsten Möglichkeiten, dies zu tun, besteht darin, automatisch zu sparen.

Einfach ausgedrückt, du wählst, wie oft du einen bestimmten Geldbetrag auf ein Sparkonto überweisen möchtest, und wenn es einmal eingerichtet ist, legst du Geld ohne lange nachzudenken an.

TIPP: Am besten sparst du ganz automatisch am Anfang des Monats vor allen anderen Ausgaben auf einem separaten Konto.

Automatisch sparen ist einfach gesagt, ebenfalls bewusst Geld auszugeben.

Du erleichterst dir zum einen die Entscheidung und verringerst das Geschnatter in deinem Kopf, andererseits lernst du nach Abzug dieser Summe dein restliches Budget zu erstellen. Die Sparsumme ist am Monatsanfang weg (auf deinem Sparkonto), und du kannst sie nicht mehr im Monat verwenden.

So simpel und sehr effektiv.

Lerne, dich gut zu fühlen.

Du beginnst, deine Ausgaben als positiv zu betrachten, indem du lernst, dich gut zu fühlen, wenn du beispielsweise deine notwendigen Rechnungen bezahlst.

Indem du sehr bewusst darüber nachdenkst, wie du dich in Bezug auf diese Ausgaben fühlen willst, lernst du Ausgaben nach ihrem Wert zu beurteilen, und zwar nach dem Wert, den sie für dich bieten.

Beispiel: Deine Stromrechnung.

Für viele ist sie irgendwie lästig. Wenn du aber einmal beginnst, darüber nachzudenken, was dir diese Stromrechnung ermöglicht, kannst du deine Einstellung verändern. Weil du dir Strom kaufen kannst, kannst du einen Kühlschrank benutzen, in dem du deine Lebensmittel frisch halten kannst. Du kannst elektrische Geräte betreiben, wie Fernseher, Computer, Telefon etc.

Sind es nicht all diese Möglichkeiten wert, dass du dich gut fühlst, wenn du deine Stromrechnung bezahlst?

Wenn du Ausgaben nach ihrem Wert beurteilst, wirst du einige Ausgaben finden, die dir plötzlich nicht mehr so wichtig sind und die nicht mehr zu deinen Werten und Prioritäten passen.

Du lernst, Geld auszugeben, weil du es dir etwas wert ist und du es bewusst möchtest, und nicht um dich gut zu fühlen.

Entscheide wenigstens 24 h im Voraus.

Manchmal sehen wir Dinge und denken, dass wir sie unbedingt haben müssen. Und da ist dieser Drang in uns. Aus solch einem Gefühl heraus getroffene Ausgaben sind Ausgaben, die meistens nicht notwendig sind und über die wir uns hinterher ärgern.

Das Problem ist unser primitives Gehirn, das immer daran arbeitet, Schmerzen zu vermeiden und uns gut fühlen zu lassen.

Wenn du also dem Druck nachgibst, hat dein Kleinhirn diese Entscheidung getroffen, und zwar basierend auf deinem momentanen Gefühl und nicht basierend auf deinem langfristigen Ziel, sparen zu wollen.

Um diesem Kreislauf zu entkommen, gibt es eine ganz einfache Lösung.

Wenn du meinst, dass du genau diesen Gegenstand kaufen willst, dann warte wenigstens 24 Stunden und dann entscheide darüber.

Im Moment wirst du die Entscheidung mit dem primitiven Teil des Gehirns treffen.

Aber 24 Stunden später nutzt du deinen präfrontalen Cortex, den langfristig planenden Teil deines Gehirns, um eine Entscheidung zu treffen. Es ist, als ob du im Moment wie ein Kleinkind bist und 24 Stunden später bist du erwachsen.

Wenn du deine ersten 1.000 Euro willst und deine Zukunft bewusst gestalten willst, entscheide wenigstens 24 Stunden vorher, wofür du Geld ausgibst.

Spare nicht verwendetes Geld.

Jedes Geld, das du den ganzen Monat über nicht aus deinem persönlichen Budget oder Girokonto ausgibst, solltest du auf dein Sparkonto legen.

Wenn es dein Ziel ist, deine ersten 1.000 Euro zu sparen, wird dich jeder Euro, den du im Monat übrig hast, schneller an dein Ziel bringen.

Wenn du nicht weißt, wofür du dieses Geld ausgeben wirst, weil es keiner Kategorie in deinem Budget zugeordnet werden kann, dann überlege dir einfach, wie dich dieses Geld zu deinem Ziel bringen kann.

Das bedeutet, die Verantwortung und die Kontrolle über dein Geld zu übernehmen.