Notfallfonds

Warum brauchst du ein Notfallkonto?

Ein Notfallkonto ist eine der wichtigsten Kategorien in deinem Budgetplan.

Dinge wie der Verlust des Jobs, eine Autoreparatur, medizinische Kosten oder sogar ein verlorenes Telefon können dazu führen, dass dein finanzielles Leben außer Kontrolle gerät.

In diesen Zeiten der Not brauchst du etwas, auf das du dich verlassen kannst, ohne dich weiter zu verschulden.

Du bist nicht gezwungen, dir eine andere Geldquelle zu suchen, wie z. B. bei einem Kredit. Du solltest über gespartes Geld verfügen, mit dem du handeln kannst.

Und genau deshalb ist ein Notfallkonto ein erster und wichtiger Bestandteil auf dem Weg deine finanzielle Situation neu zu ordnen.

Zum einen sind es unvorhergesehene Ausgaben, wie z. B. die Reparatur des Autos, eine Reparatur am Haus oder der Wohnung oder eine größere Anschaffung, z. B. eine neue Waschmaschine. Es geht um Dinge, die wir nicht in den täglichen Ausgaben einplanen, weil sie hoffentlich nicht eintreten oder nur selten.

Die zweite Art von Notfall ist der Verlust der Arbeit und damit ein vorübergehender Ausfall des Einkommens.

Natürlich gibt es Arbeitslosengeld, aber längst nicht in der gleichen Höhe, wie das Einkommen. Und du musst weiterhin in der Lage sein, deine notwendigen Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Deshalb ist es notwendig, dass du einen Notgroschen hast, um solch einen finanziellen Engpass auszugleichen.

Sobald du den Notfall oder die Situation gelöst hast, kannst du planen, deinen Notgroschen aufzufüllen, indem du ihn in dein Budget aufnimmst.

Wie viel solltest du sparen?

An dieser Stelle gibt es kein richtig oder falsch. Doch wenn du keine Idee hast, kannst du die folgenden Ansätze als Richtlinie verwenden.

01 Wenn du hohe Schulden hast

Setze dir zum Ziel, mindestens 1.000 Euro als Notgroschen zu haben. Dieser Betrag kann grundlegende Notfälle oder ungeplante Umstände abdecken. Dann kannst du aggressiv daran arbeiten, deine Schulden loszuwerden und dich darauf zu konzentrieren, deinen Notgroschen aufzustocken.

02 Wenn du deine Schulden unter Kontrolle hast

Dein Ziel sollte es sein, mindestens 3 bis 6 Monate deiner grundlegenden notwendigen Lebenshaltungskosten als Notgroschen zu sparen (Miete oder Hypothek, Fahrtkosten, Lebensmittel und Nebenkosten).

03 Wenn du alleinstehend bist

Je mehr du gespart hast, desto besser. Dir also ein Ziel von wenigsten 6 Monaten deiner grundlegenden notwendigen Lebenshaltungskosten als Notgroschen zu setzen, wäre gut.

04 Wenn du verheiratet bist oder in einer Partnerschaft lebst, in der es noch ein zweites Einkommen gibt

Beginne mit 3 Monaten als erstes Ziel und erhöhe deine Ersparnisse auf 6 Monate, sobald du/ ihr die Summe für 3 Monate gespart habt. Die Empfehlung ist 3 Monate, da es eher unwahrscheinlich ist, dass ihr beide gleichzeitig arbeitslos seid.

Wo solltest du sparen?

Das Geld für einen finanziellen Engpass solltest du nicht auf deinem normalen Girokonto liegen lassen, da du es sonst für deine laufenden Ausgaben verwendest. Aus diesem Grund empfehle ich ein separates Sparkonto für den Notfall.

Am besten dafür eignet sich ein Tagesgeldkonto, da du jederzeit über das Geld verfügen kannst.

Lege deinen Notgroschen nicht in Fonds oder Aktien an. In einem Notfall musst du schnell auf dein Geld zugreifen können. Bei einem Festgeldkonto oder Aktien kannst du nicht frei verfügen, ohne deine höhere Rendite zu verlieren.

Um dein Notfallkonto einzurichten, empfehle ich dir ein Online-Konto und dies hat gute Gründe:

  • Das Überweisen kleinerer Summen wie 5 Euro ist genauso leicht wie das Überweisen großer Summen, z. B. 2.000 Euro.
  • Das gesamte Konto sowie das Ausführen von Daueraufträgen und Überweisungen ist kostenlos.
  • Du kannst dein Sparkonto bequem in einer App verwalten und kontrollieren.

→ Deine Aufgaben:

  1. Berechne die Höhe deines Notgroschens und lege als Erstes ein Sparziel fest, das für dich funktioniert, z.B. 1.000 €.
  2. Lege die monatliche Summe fest, die du sparen wirst.
  3. Eröffne ein Tagesgeldkonto als Sparkonto für deinen Notgroschen.
  4. Richte eine direkte Zahlung ein, damit die Ersparnisse automatisch auf dein Sparkonto eingezahlt werden.
  5. Erstelle eine Regel, die dir hilft, dein Ziel zu erreichen.
  6. Gib dir selbst ein Versprechen – und handle nach deiner Regel.
  7. Trage die Sparzahlung für deinen Notfallfonds auf die Liste der notwendigen Fixkosten ein.